Spam richtig bekämpfen
Natürlich kann man das Spamproblem auch aktiv bekämpfen. Gerade bei deutschsprachigem Spam stehen die Chancen gar nicht so schlecht, den Spammer zu ermitteln und anzuzeigen, schließlich wird häufig auf einen obskuren Onlineshop oder eine Webseite verwiesen, die von irgendwem betrieben werden müssen. Die gesetzliche Lage ist jedenfalls eindeutig.
Das „Honigtöpfchen“ aufstellenWeiterhin kann man, vielleicht aus sportlichem Ehrgeiz oder aus purem Gerechtigkeitssinn, einen „honey pot“ einrichten. Der Begriff bezeichnet ein speziell eingerichtetes Mailsystem, dass einem potentiellen Spammer, der auf der Suche nach schlampig konfigurierten und damit „offenen“ Mailservern ist, die Mails nur zu gerne direkt abnimmt.
Diese Mails werden natürlich nicht weitergeleitet, sondern die Herkunft ermittelt und an spezielle Spamfilterdienste, die eine Blacklist anbieten, geschickt oder ggf. sogar Ermittlungsbehörden eingeschaltet.
Gleiches kann man mit Weblogs probieren, indem man die Kommentarfunktion einfach offen lässt und die Herkunft der schreibenden Zugriffe aufzeichnet. Je nach Herkunftsland kann man dann entweder den Internetprovider des Spammers kontaktieren (per Mail über abuse@providername) oder direkt die Ermittlungsbehörden einschalten.
Die juristische Auseinandersetzung kann natürlich mehr oder weniger erfolgversprechend sein – aber wenn man genügend Langeweile hat, warum nicht?
Gemeinsam starkDarüber hinaus gibt es noch viele weitere Varianten und technische Möglichkeiten, wie man Spammern auf den Leib rücken kann. Leider wird es nie eine zufriedenstellende technische Lösung für ein soziales Problem geben. Immer wieder wird es Spamversuche geben, schließlich gibt es ja auf der einen Seite im Denken stark beschränkte Menschen, die die beworbenen Dinge tatsächlich erwerben.
Und natürlich ist es auf der anderen Seite als Einzelner sehr mühselig, gegen diesen kommerziell motivierten Missbrauch der großartigen Möglichkeiten des Internets vorzugehen – aber wenn möglichst viele Leute den Spammern das Geschäft so mühselig wie möglich machen, könnte die Attraktivität dieser kriminellen Abzocke endlich nachlassen.