So richten Sie einen wirksamen Spamschutz ein
Spam wird natürlich nicht mehr nur klassisch per Email verbreitet – schließlich gehen auch die Kriminellen immer mit der Zeit. Bei einer in Forschungsergebnissen ermittelten Erfolgsquote von 0,0001 (d.h. einer von Zehntausend Nutzern kaufte das so beworbene Produkt oder die Dienstleistung) verwundert es nicht, dass Spam mittlerweile auch soziale Netzwerke anzapfen und direkt auf den Nutzer maßgeschneiderte Werbung geschickt wird.
Gibt man z.B. irgendwo offenherzig an, dass man Hunde liebt, wird man gehäuft Werbung für Tierzubehör im Postfach finden.
Die Spammer finden aber auch immer neue, mehr oder weniger ungerichtete Verbreitungswege: Über Kommentare und Trackback-Pings bei Weblogs, Twitter-Nachrichten, Einträge in Gästebüchern, auf der Facebook-Wall usw.
Abseits des klassischen Email-SpamsAuch hier gilt wieder: Prävention ist das beste Rezept. Einerseits sollte man sein Blog, das Kontaktformular und sein Gästebuch auf der eigenen Homepage mittels des Captchas-Mechanismus schützen.
Will man dort als Gast eine Nachricht hinterlassen, wird man aufgefordert, eine nicht maschinenlesbare Zahlen- oder Buchstabenkombination einzugeben. Natürlich ist das nervig für die echten Gäste, aber immer besser, als ein nach dem Urlaub mit Kommentarspam zugemülltes Blog vorzufinden.
Andererseits sollte man bei den sozialen Netzwerken so wenig wie möglich Daten an anonyme Fremde preisgeben. Bei Facebook lassen sich z.B. die für Fremde sichtbaren Informationen recht komfortabel verwalten. Eine aus anderen Internetquellen stammende Email- oder Webadresse kann nun nicht mehr so einfach mit Hobbys oder Interessen verknüpft werden – der Spam wird weniger.
Verriegeln und Verrammeln - der eigene ServerVerwalten Sie einen eigenen Server in einem Rechenzentrum, egal ob als „dedicated server“ oder als „shared server“, obliegt Ihnen auch in gewissen Grenzen die Konfiguration des Maildienstes auf diesem Server.
Um Ihre Mailnutzer vor Spam zu schützen, greifen Sie am besten auf eine fertige Software zurück, die die ankommenden Mails vor dem Einsortieren in die Postfächer der Nutzer untersucht, danach den Spam zurückweist bzw. nur mit einer entsprechenden Markierung weiterleitet.
Andererseits muss man als verantwortlicher Server-Administrator auch dafür Sorge tragen, dass der eigene Server nicht selbst als Spamquelle missbraucht wird. Das braucht nicht unbedingt durch eigene Mailnutzer passieren, sondern kann auch durch teilweise bereits automatisierte Hacks erfolgen, durch die dann Spammer die Kontrolle über ihren Server übernehmen.
Im Falle eines Rootkits merken Sie davon vermutlich sogar erst davon, wenn Sie selbst keine Mails mehr abschicken können, weil Sie als Teil eines Botnetzes gelten.